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Die Kunst des Umtopfens

Jan 18 2014

Wenn Ihnen die Pflanzen über den Topf wachsen …


Haben Sie Ihren Garten auf dem Balkon oder einer Terrasse? Dann haben Sie sicher schon längst Ihre Topfblumen und Kübelpflanzen zurückgeschnitten und bei Bedarf umgetopft … Apropos: Auch das Umtopfen ist eine kleine Kunst für sich.

Die Kunst des Umtopfens:
Sollten sich die Wurzeln schon einen Weg gebahnt haben außerhalb des Topfes, etwa unten durch das Abzugsloch, dann ist es höchste Zeit, die Pflanze aus dem eng gewordenen Topf zu befreien und sie in einen größeren zu setzen.

Richten Sie sich bei Ihrer Topfauswahl nach der Wuchsart der Wurzeln. Verlaufen die Wurzeln flach, passen sie am besten in sogenannte Azaleentöpfe. Handelt es sich um eine Pflanze mit tiefreichenden Wurzeln, gehört diese Pflanze in einen hohen, schmalen Palmtopf. Wollen Sie einen alten Topf verwenden, dann schrubben Sie ihn vor seiner Wiederverwendung sorgfältig mit einer Rubbelbürste und mit Essigwasser ab, um Kalkränder und Moos zu entfernen.  Legen Sie den leeren Topf vor dem Topfen mindestens zehn Minuten in Wasser, damit sich die Tonporen mit Flüssigkeit füllen. Auf diese Weise sorgen Sie dafür, dass das Wasser für die neu eingetopfte Pflanze nicht direkt vom Ton aufgesaugt wird.

Topfpflanzenerde selbst gemischt

Die Pflanzenerde für Ihre Topf- und Kübelpflanzen können Sie auch gut selber anmischen. Dazu nehmen Sie:

- 2 Teile Komposterde
- 1 Teil Kokosfaser oder Rindenhumus
- 1 Teil Sand 

und fügen außerdem noch einen organischen Dünger auf der Basis von Hornspänen und Bentonit hinzu. Bei der Komposterde muss die Verrottung abgeschlossen sein. Rottet Komposterde im Topf weiter, führt das im Topf zu Fäulnis. Mischen Sie alles mit den Händen oder mit einer Schaufel gut durch.

Kippen und lösen Sie nun die Pflanze aus ihrem Topf, halten Sie dabei die Pflanze am Stengelgrund. Sollte sie sich nicht so leicht lösen lassen, klopfen Sie mit dem Topf vorsichtig gegen eine Tischkante. Große Kübelpflanzen lassen sich besser aus dem Topf lösen, wenn Sie sie vorher einmal gut angießen, fahren Sie dann mit einem Messer am Topfrand entlang, legen Sie die Kübelpflanze seitlich und klopfen Sie gegen die Tonwand, damit sich der Wurzelballen innen gut ablösen kann.

Sehen Sie sich das Wurzelwerk einmal genauer an. Ist es cremefarbig bis weiß? Dann ist es gesund. Eine braune Färbung deutet auf abgestorbene Wurzeln und Fäulnis hin. Schütteln Sie in diesem Fall möglichst viel von der alten Erde ab, spülen Sie den Ballen mit Wasser kräftig durch und schneiden Sie alle kranken Wurzelteile ab.

Legen Sie eine Tonscherbe über das Abzugsloch, streuen Sie darüber eine zwei bis drei Zentimeter dicke Schicht Kieseldrainage und anschließend so viel von Ihrer Erdemischung, dass der Ballen der Pflanze später mit seiner Oberkante etwa 1 cm unter dem Topfrand liegt. Setzen Sie die Pflanze in den Topf und füllen Sie ihn rundherum mit Erde auf. Drücken Sie die Erde am Topfrand fest nach unten. Nehmen Sie bei Kübelpflanzen eine Latte zur Hilfe. Füllen Sie anschließend noch einmal mit Erde auf, und gießen Sie gründlich an.

Sicher müssen nicht alle Ihrer Topf- und Kübelpflanzen umgetopft werden. Bei einigen reicht es auch, mit einer Gabel vier bis fünf Zentimeter die obere Erdschicht aufzuharken und mit einem Löffel abzutragen, um Moose, Pilze und andere, teilweise schädliche Kleinstlebewesen zu entfernen. Achten Sie darauf, den Wurzelverlauf dabei nicht zu verletzen. Füllen Sie anschließend frische Erde nach und gießen Sie an.

Vor ihrem endgültigen Umzug nach Draußen, sollten Sie Ihre frostempfindlichen Kübelpflanzen zunächst nur tagsüber oder stundenweise an die frische Luft stellen, um sie an die neuen Luft- und Temperaturgegebenheiten zu gewöhnen.  

Es soll in den nächsten Tagen wieder warm werden - das wird allen gut tun - den Pflanzen und uns.

In diesem Sinne, bis bald
Ihre Lucia Bic
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