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Darf ich vorstellen: Die Tomate

Jan 18 2014

Darf ich vorstellen: Die Tomate.

Ihr lateinischer Name lautet: Lycopersicon esculentum, und heißt übersetzt: essbarer Wolfspfirsich. Ihr atzekischer Name lautet: Tomatl, was „Schwellfrucht“ bedeutet. In Europa bezeichnete man sie zuerst als Liebesapfel oder Paradiesapfel. Rot, rund und glatt – dieses Bild haben die meisten beim Stichwort „Tomate“ vor Augen. Doch Tomaten können durchaus auch anders aussehen. Es gibt sie in Form von Birnen, Flaschen oder Eiern, von Kugeln, Herzen oder Zylindern. Sie können cremefarbig sein, und hell- oder zitronengelb. Sie leuchten in scharlachrot, orange und rosa. Es gibt sie in braunrot, violett und grün. Die Oberfläche der Tomate kann gefurcht, gerippt, und auch innen hohl sein, wie bei der sogenannten „Paprikatomate“. 

Ursprünglich kommt die Tomate aus den peruanischen Anden und wurde von Kolumbus um die 15. Jahrhundertwende herum nach Europa gebracht. Die Spanier und Italiener waren aller Wahrscheinlichkeit nach die ersten, die diese exotische Frucht genossen haben. Die ersten Tomaten waren rot, gelb und weiß.
Lange wurde geglaubt, die Tomate sei ein giftiger Paradiesapfel und stürze die Menschen ins Verderben. Die Franzosen nannten sie „pomme d’amour“, Liebesapfel, und glaubten, ihr Verzehr verursache Liebeswahnsinn. Vor allem die gelben Tomaten galten als besonders gefährliches Aphrodisiakum. Jungen Mädchen war der Genuss von Tomaten sogar ganz verboten.

Aus diesen Gründen wurde die Tomate in jener Zeit ausschließlich als Zierpflanze genutzt.

Heute steht die Tomate auf Platz 10 der wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt. Von allen Gemüsesorten liegt die Tomate im weltweiten Verzehr sogar an der Spitze. Statistisch betrachtet, ist die Tomate also das Lieblingsgemüse der gesamten Weltbevölkerung. Die Tomate ist reich an Vitaminen (C, E und Karotin) und enthält viel Kalium. Zwei bis drei Tomaten am Tag decken schon den Tagesbedarf an einigen Mineralstoffen. Vollreife Tomaten enthalten außerdem Tyrosin, ein stimmungsaufhellender Stoff, und ebenfalls das „Glückshormon“ Serotonin. Die Liste der gesundheitsfördernden Eigenschaften ist lang: Tomaten stärken das Immunsystem, sie wirken krebsvorbeugend, beleben Gehirn, Nerven und Zellstoffwechsel, kräftigen Herz und Kreislauf, vertreiben Müdigkeit, fördern einen erholsamen Schlaf, sie festigen Bindegewebe, Adern, Skelett und Zähne, verjüngen Haut und innere Zellen, schützen die Schleimhäute, beschleunigen die Wundheilung, wirken verdauungsregulierend und entwässernd.

Die Tomatenpflanze ist leicht behaart und verströmt einen bestimmten, leicht strengen Geruch, der von den Drüsenhaaren abgesondert wird. Bis zu 2 Meter hoch kann eine Tomatenpflanze werden, abhängig von der Sorte und ob sie hochgebunden wird oder nicht. Die Blüten der Pflanze sind leuchtend gelb und sehen aus wie eine fünfzackige Krone. Streng genommen handelt es sich bei den Früchten, den Tomaten, um Beeren. Ob gelbe oder rote, ob klein oder groß – Tomaten kann jeder selbst anpflanzen.

Wichtig dabei ist: Tomaten brauchen viel Licht, Wärme, Wasser und Nährstoffe.

Suchen Sie sich Ihre Lieblingssorte aus und beginnen Sie mit der Aussaat im Warmen, auf der sonnigen Küchenfensterbank, zum Beispiel. Sie füllen Anzuchterde in die Anzuchtschalen, etwa 4 bis 5 cm hoch. Für jedes Samenkorn bohren Sie dann ein ungefähr 0,5 cm tiefes Loch in die Erde. Pro Loch legen Sie einen Tomatensamen hinein und verschließen es dann wieder mit etwas Anzuchterde. Bewässern Sie nun Ihr frisch angesätes Beet gut, und sorgen Sie auch in den folgenden Tagen immer dafür, dass die Aussaat nicht austrocknet. Nach dem Keimen erscheinen die beiden Keimblätter. Sobald sich das dritte Tomatenblättchen zeigt, können die Pfänzchen in einen jeweils einzelnen, größeren Pflanzentopf pikiert werden. Nun werden sich die Pfänzchen zu kräftigen Jungpflanzen entwickeln. Wenn die Frostgefahr endgültig gebannt ist, können die Jungpflanzen im Garten ausgepflanzt werden. Das wird erfahrungsgemäß Mitte bis Ende Mai der Fall sein.

Übrigens: Sollten Ihre kleinen Tomatenpflänzchen lange „Hälse“ kriegen und umkippen, dann ist der Standort zu dunkel. Die Pflänzchen recken sich auf der Suche nach Licht immer weiter, bis sie schließlich umkippen.

In diesem Sinne, auf viele kurze Tomatenhälse
 
bis bald.
Ihre Lucia Bic
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